judith's story

Meine Definition von Erfolg war ursprünglich, eine der jüngsten Universitätsprofessorinnen Österreichs zu werden. Das war meine Vision – schon als Zehnjährige wusste ich, dass ich später einen Doktortitel haben würde. Dafür habe ich auch hart gearbeitet: Mit fünfundzwanzig kam das erste Doktorat, drei Jahre später das zweite, mit neunundzwanzig hatte ich noch drei weitere Zusatzqualifikationen abgeschlossen. 

Ich bin ein wissbegieriger Mensch, ich gehe den Dingen gerne auf den Grund, das kam mir bei diesem Marathon natürlich zugute. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, wirklich mit mir zufrieden zu sein, geschweige denn stolz zu sein auf das, was ich erreicht hatte. Selbstliebe war damals ein Fremdwort für mich und Selbstkritik mein zweiter Vorname. Ich fand immer etwas, das noch besser hätte sein können.

Wenn jemand mein Tempo kritisch sah und fand, dass drei Jobs auf einmal doch zu viel wären, rechtfertigte ich mich damit, dass ich eben ehrgeizig bin und zielstrebig. Gut sein zu wollen in dem, was ich tue, was sollte daran falsch sein?

Heute würde ich mich als Workaholic bezeichnen. Heute weiß ich auch, dass zur Perfektion getriebener Perfektionismus irgendwann kippt. Und dass es bei diesen übergroßen Erwartungen an mich selbst vor allem darum ging, die Angst zu überdecken, nicht gut genug zu sein.

Mein Körper versuchte, mich zu warnen. Ständig war ich krank, und mit ständig meine ich die ganze Zeit. Jeden noch so unaussprechlichen Virus, jeden grippale Infekt, jede Atemwegserkrankung nahm ich mir mit nach Hause. Trotzdem arbeitete ich weiter. Es gab Phasen, wo mir selbst Sonntags Anrufe von Familie und Freunden lästig waren, weil sie mich beim Arbeiten unterbrachen.

Die Warnungen wurden dringlicher. Ich begann, mich zu verletzen, wurde regelmäßig in Unfälle verwickelt mit Gehirnerschütterungen, Schleudertraumata, Knieverletzungen. Ich hatte immer weniger Energie, selbst für die Dinge, die mir eigentlich Spaß machten. Alles wurde immer anstrengender, weil ich immer so erschöpft war. Meine Gesundheit litt, mein Privatleben war eine Katastrophe und mit Mitte dreißig gingen vorübergehend die Lichter aus. Diagnose: Schweres Burnout.

 

Ich konnte nicht mehr arbeiten, ich konnte nichts mehr tun, ich konnte nicht mal mehr aufrecht stehen, ohne das Bewusstsein zu verlieren. Ich verlor alles, worauf ich mich bisher immer hatte verlassen können und mich bis dato definiert hatte: Die Smarte zu sein, die mit der schnellen Auffassungsgabe, die Show- und Lernmaschine, die in kürzester Zeit Übermenschliches leisten kann und dabei auch noch lustige Geschichten erzählt. Konzentration, Gedächtnis, Rhetorik-Skills, die Hummeln im Hintern – alles fort, alle ausgeflogen. Stattdessen eine ärztlich verordnete Zwangspause, Ruhe, Stillsitzen. Mein schlimmster Albtraum.

 

Da lag ich also, gestrandet wie ein Käfer auf dem Rücken, und stellte mir wieder und wieder dieselbe Frage:

Warum? Warum bloß passiert mir das?

Und es gab einen Punkt, an dem ich schließlich verstand: Durch diesen ewigen Kampf des Overachievements war ich in ein reines Funktionieren abgerutscht. Freudloses Abarbeiten auf einem hohen Stresslevel einerseits und eine tiefe Sinnlosigkeit andererseits. Mein Leben war ein „Finden-Sie-den-Fehler- Suchbild“: Statt mich über meine Erfolge zu freuen, fokussierte ich mich auf das, was nicht zu 100% perfekt gewesen war.

 

Irgendwo auf der Strecke hatte ich die Orientierung verloren und die Antwort auf die Frage: Warum und für wen mache ich das überhaupt? Ich hatte vor lauter Know how das know why vergessen. Und bin mir dabei selbst verloren gegangen.

Inzwischen weiß ich, dass diese Episode meines Lebens das Beste war, das mir passieren konnte. Am wichtigsten war die Entscheidung, das Learning aus dieser Erfahrung mitzunehmen. 

Und wenn du mich heute nach meiner Definition von Erfolg fragst, sieht sie ganz anders aus. Erfolg bedeutet heute für mich, meine Stärken und Talente in eine Form zu gießen, die mich glücklich macht und anderen weiterhilft. Es bedeutet, mich meinen Dämonen zu stellen und sie in hilfreiche Geister zu verwandeln. Erfolg bedeutet, mir mit dem, was ich kann und liebe zu tun, ein gutes Leben zu erschaffen. Lust zu haben auf jeden Tag, der vor mir liegt. Und mir die Zeit zu nehmen, all das in seiner Fülle zu genießen. 

 

Frauen, die den Lifecharger gemacht haben, konnten verstehen, woher ihre Selbstzweifel und ihre Ängste kommen. Sie haben alte Muster & Blockaden bei sich erkannt und sich davon gelöst. Und diese Veränderung ist in ihrem Leben auch deutlich spürbar.

Sie haben ein realistisches Bild von ihren Stärken und haben aufgehört, sich für jeden ihrer Fehler zu schämen und innerlich auszupeitschen. Entscheidungen sind kein Drama mehr und kosten sie weniger Zeit und Energie. Die Meinung anderer über sie verunsichert sie nicht mehr so wie früher.

Sie geben sich selbst die Fürsorge und Unterstützung, die sie brauchen und verdienen, statt sich permanent zu kritisieren und sich zu bestrafen, wenn sie nicht allen Erwartungen entsprechen. Sie wissen, wo ihre Grenzen sind und sogar im Umgang mit ihrer Mutter/anderen Lieblingskonfliktpartner*innen bleiben sie entspannt. Ihr Leben kostet sie weniger Kraft. Sie sind mit sich zufrieden.

Der erste Schritt: Du musst wissen, wer du bist. Und es lieben.

 

Meine Vision ist es, dir zu zeigen, wie du das auch für dich in deinem Leben erreichen kannst. In jedem Aspekt deines Lebens. Deshalb gebe ich dir einfache, bewährte Werkzeuge in die Hand, die jede Frau, in jedem Alter, nutzen kann, um ihre Denk- und Verhaltensmuster zu verändern und um die wichtigste Beziehung in ihrem Leben zu achten: Die zu sich selbst. 

 

Denn wenn ich es kann, dann kannst du es auch. 

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